Aufgewachsen auf dem Land. Historische Aufnahmen und Geschichten über Damals im Wendland. Der Landkreis Lüchow Dannenberg als Beispiel für das Leben auf dem Lande im 20. Jahrhundert.



 

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Hitzacker in den 30er Jahren

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Schaufensterdekor

Auf Fotoglasplatten aus den 30er Jahren, die das Museum im Alten Zollhaus Hitzacker(Elbe) digitalisiert und "Damals im Wendland" zur Verfügung gestellt hat, finden wir einen Einblick in das Leben der Kleinstadt Hitzacker an der Elbe.
Einige Jahrhunderte hatte Hitzacker bei wechselnder Zugehörigkeit zu verschiedenen Fürstentümern eine Zollstation besonders für die Schifffahrt auf Elbe und Jeetzel.
Das Alte Zollhaus hat in den 30er Jahren keine amtliche Funktion mehr (Foto links). Heute befindet sich dort das Museum "Altes Zollhaus" (Foto rechts) mit umfangreichen Sammlungen und zeitgemäßer Präsentation über die letzten beiden Jahrhunderte.
Hitzacker hatte um die Jahrhundertwende große Anstrengungen unternommen, sich als gehobener Kurort zu etablieren. Wegen der schlechten Verkehrsanbindung und älterer Konkurrenz waren die Erfolge jedoch nicht ausreichend. Ein renommiertes Kurhotel auf dem Weinberg konnte mit Mühe weiter existieren. Bezeichnenderweise ist es hier mit leeren Tischen fotografiert.
Das Cafe Knigge ist ein beliebtes Ausflugslokal und wird mit gehobenem Ambiente geführt.
Auf dieser Ansichtskarte ist die Insel zwischen beiden Jeetzelarmen bei normalem Wasserstand erkennbar.
Die Schaustellerwagen aus obigem Foto mag man sich genauer ansehen.
Auch die Funktion als Hafen für die Jeetzel-Schifffahrt hatte die Stadt schon am Anfang des Jahrhunderts eingebüßt.
Wirtschaftlich  konzentriert sich Hitzacker in den 30er Jahren als Mittelzentrum für die umliegenden Dörfer von Elbmarsch und Drawehn auf Handwerk und Handel.


Elbe und Jeetzel bieten einen großen Fischreichtum.

 
 


Einschulung.


Im großen Sandwerk gibt es eine motorisierte Lorenbahn.
Möglicherweise wird hier Material für den Deichbau geholt. Auch die Stahlplatten auf dem nächsten Foto deuten auf Baumaßnahmen an der Jeetzel hin.
Treckerfahrer W. Schulz aus Sarchem präsentiert hier sein Team und sein modernes Fahrzeug. Man beachte auch die Kurbel zum Anlassen des Treckers.
Der Holzreichtum der benachbarten Göhrde wird ohne Maschinen genutzt. Diese Langholzwagen wurden mit reiner Muskelkraft beladen! Kann das Dreipferdegespann beide Wagen aus dem Wald gezogen haben?
Auch der Milchmann kommt mit Pferdegespann. Zu welchem Anlass ist das Ross so geschmückt? Dabei sieht es etwas abgemagert aus.
Es gibt aber durchaus Autos in den Straßen. Und wie die Fotos zeigen, wird die Technisierung mit Stolz gefeiert.
Der hundertste Elektroherd wird als Symbol für den Fortschritt der Elektrifizierung im Haushalt mit einer Blaskapelle gebührend umrahmt.
Musik wird in Hitzacker überhaupt groß geschrieben. Es finden auch gehobene Konzerte statt und einige Jahre später werden die "Sommerlichen Musiktage" ins Leben gerufen.
Für wenige Jahre ist ein Rüstungsbetrieb mit geheimen Rohstofflagerstätten im Wald bei Hitzacker ein bedeutender Arbeitgeber.
Viele Hakenkreuze auf den Fotos dieser Zeit deuten auch hier auf die weitgehende Integration in die politischen Machtverhältnisse hin.

Von der Landwirtschaft in der ersten Hälfte des Jahrhunderts gibt es noch eine Reihe Fotos, zu denen Lydia ihre etwas glorifizierenden Erinnerungen erzählt, zum Teil auf Plattdeutsch.

Landwirtschaft

 

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